Dienstag, 2. Juni 2015

Regen, regen und noch mehr Wasser von oben und unten...

Kurz vor New Hampshire bin ich schon wieder von ein paar wahren Trail Angels aufgegabelt worden.
Orchideen am Trail, NH
Ich hatte eh geplant in Hanover, NH fuer eine Nacht zu bleiben, war mir aber noch unschluessig wo, da es nur teure Hotels und kein Hostel oder so gab. Ich laufe also die Strasse in Norwich (noch Vermont) Richtung Hanover und plane gerade in Gedanken meinen Tag - es war gegen mittag also Essen, Post Office und so weiter). Da faehrt eine Lady an mir vorbei und fragt, ob ich schon weiss wo ich heute uebernachte, ich total verbluefft, sage nein und 10 min spaeter stehe ich schon unter der warmen Dusche in ihrem Haus, welches etwa zwei Haeuser weiter auf der Strasse ist.
Wahnsinn! Ich bekomme sogar noch frische Sachen so dass ich wirklich ALLE meine Sachen waschen kann! Denn nachmittag hab ich in Hanover verbracht und abends dann sogar mit Betsy und Bill gegessen. Super nette Leute - ihr Sohn ist vor 5 Jahren auch den AT gelaufen und hatte auch Wahnsinnsglueck: Konnte 6 Tage lang bei einer Familie seine Wunden kurieren! Seitdem laden sie Wanderer zu sich nach Hause ein und haben auch einen Kuehler mit Wassermelone und Kuchen an der Strasse stehen.
Bill und Betsy bei meinem zweiten Fruehstueck, inklusive Obstsalat den ich als Dankeschoen gemacht hatte.
Das Beste war noch, da Betsy Zeit hatte konnte ich eine Nacht laenger bleiben und den naechsten Tag Slag-Packen - das bedeutet sie hat mich 19 Meilen noerdlich von Hanover abgesetzt (an einer Stelle an der der Trail eine Strasse kreuzt) und ich bin mit megaleichtem Tagesrucksack nach Sueden zurueck gelaufen. Einfach klasse - fast schon wie ein Tag frei nur dass ich 19 Meilen gemacht hab! Aber ein komplett anderes Gefuehl wenn man weiss dass man abends wieder im Haus schlaeft und duschen kann.
Momentan bin ich in Lincoln, NH und nehme einen Tag frei, nachdem ich die letzten zwei Tage in kaltem Regen gelaufen bin... erstmal alles trocknen lassen... Morgen soll das Wetter schon wieder besser werden. Ich war im Regen uebrigens nicht alleine - habe 'Redbeard' getroffen und war sehr froh ein bisschen Gesellschaft bei dem trueben und schwierigen Wetter zu haben. Gestern mussten wir mehrmals Fluesse durchwaten und wenn die Fuesse mal wieder, zwar nicht trocken, aber dank Merinowolle wenigstens wieder warm waren, mussten wir natuerlich wieder durch knoecheltiefe Pfuetzen... Mann, das war ganz schon nervig. Bin sogar einmal bis zum Knie in den Matsch gefallen - sah aus wie die Pfuetze davor...
Die letzten Meter zum Gipfel, keine tolle Aussicht, leider. (Mt. Moosilauke, 1460 m, NH)
Noch kann ich lachen... (1. Tag Regen)


'Redbeard' am Morgen des 2.Regentages
Beaver Brook Trail - pipi-einfach im Regen...klar!

















Das ist kein Bach, DAS ist der Weg!

 Hoffen wir dass die naechsten Tage etwas trockener werden, obwohl ich befuerchte dass es etwas dauert bis all das Wasser was in zwei Tagen vom Himmel fiel seinen Weg nach unten gefunden hat. Das gute an den White Mountains (das Gebiet was jetzt vor mir liegt) ist dass es bewirtschaftete Huetten gibt in denen ich warmes Essen und auch Unterkunft bekomme. Darauf freue ich mich schon ein bisschen! 
Liebe Gruesse an alle Trockengebliebenen zu Hause!
 

Donnerstag, 28. Mai 2015

Es wird nur besser.


Nachdem ich nun die etwas - sagen wir mal - uninteressanten Staaten abgearbeitet habe, wird es seit Conneticut/Massechusetts immer besser was die Landschaften anbetrifft.
Es kommt zwar immer mal wieder vor, dass man ein paar sinnlose Auf und Ab's dabei hat (erst gestern 10 Meilen lang etwa 10 mal rauf und runter - PUDs genannt - pointless ups and downs) aber es wird weniger.
Der Haensi ist auch in Conneticut am Start!

Ab und zu kommt es auch vor dass man ein Stachelschwein 'jagt'. Ist halt bloed wenn es sich entscheidet AUF dem Wanderweg davonzulaufen, auf dem ich ja nunmal langkomme... (nicht sehr schlau diese Stachelschweine, scheint mir.)
Die Pflanzen sind auch fast alle 'erwacht', was gut ist wenn es doch mal wieder heiss wird, hat man wenigstens kuehlen Schatten im Wald. Das Wetter ist sehr wechselhaft, ich hatte in den letzten 5 Tage alles von Nachts Frost und Tagsueber an die 14 Grad bis hin zu unglaublich schwuelen Tage mit an die 30 Grad! Gestern bin ich auch das erste mal in Platzregen gekommen, was aber fast schon angenehm war, da ich eh schon recht nass von der Luftfeuchtigkeit und dem Schweiss war. Das ist uebrigens der einzige Luxus denn ich manchmal sehr vermisse :  morgens richtig trockene Sachen anziehen. Denn wenn die Luftfeuchtigkeit so hoch ist trocknen die Sachen natuerlich nicht ueber Nacht. Hatte auch schon mal den Fall dass die Sachen am Morgen naesser waren als am Tag zuvor!
Regenwolke nur ueber mir?
Biberburg!


Glastenbury Mountain, Vermont
Morgendlicher Ausblick vom Killington Peak, Vermont (1010 m)

Dadurch dass man ja die ganze Zeit ein bisschen hungert, freut man sich ueber jegliche Extras, hier ein hartgekochtes Ei was mir ein Camper geschenkt hat!
Das war es erstmal wieder von mir. Ich bin gespannt auf New Hampshire: Die Profile werde ausgepraegter, es geht mehr in Richtung Berge, mal sehen wieviele Meilen ich da schaffe. Drueckt mir die Daumen, dass das Wetter mitspielt und ich keinen Schnee mehr erlebe und hoffentlich auch nicht allzu frostige Temperaturen!
Bis hoffentlich bald, liebe Gruesse nach Deutschland!

Trail Magic!

Es ist gibt viel zu berichten! Habe es ja auch ewig nicht an einen Computer geschafft...
Ich weiß nicht ob ich es schon erwähnt habe, aber der AT ist berüchtigt für sogenannte 'Trail Magic' : Das reicht von Gratis Essen über Gratis Unterkünfte usw. .

Jetzt hab ich das auch schon mehrmals selbst erleben dürfen und es ist trotzdem unglaublich was diese 'Trail Angels' alles tun. Ich schaffe es also meinen Wanderstock bei einem Sturz zu verbiegen.
Ich mit meinem grandios verbogenen Stock. Uebrigens inklusive improvisierten Anti-Bug Netz - musste einen Duschschwamm auseinanderschneiden, es gab nix anderes in Greenwood Lake... Not macht eben doch erfinderisch.
Da sie aus Aluminium sind, bedeutet das eigentlich Totalschaden! Ich sitze also mittags ein bisschen verzweifelt und mega-entnervt an einer Hütte (Wochenende - viele Tagesausflügler), da komme ich ins Gespräch mit PADDY-O, einem früheren Thru-hiker. Und er : "ich hab in meinem Pick-up ein paar alte Stöcke, vielleicht können wir deinen ja reparieren." Ich dachte ich hör nicht recht, was ein Superzufall! Und tatsächlich, ein Teil passt und ich habe wieder einen vollständig funktionierenden Stock! Wow!

Und in seinem Pick-up hat er noch viel mehr Sachen die ein Wanderer gebrauchen kann. Nach 20 Minuten ziehe ich also überglücklich mit zwei Wanderstöcken, frischem Wasser und neuen Batterien für meine Kopflampe weiter. Völlig verblüfft.

Was glaubt ihr wie baff ich aber erst war als er zwei Tage später abends am Shelter (nahe gelegen an einer Straße) mit meinem reparierten Alu-teil stand! Wahnsinn! Hatte also wieder zwei etwa gleich leichte Stöcke (das Ersatzteil war aus Stahl)!
Das war am 11.05. also schon vor ueber 2 Wochen.
Blöderweise, trotz aller Vorsicht bin ich 2 oder 3 Tage später auf knöcheltiefen Laub ausgerutscht, der andere Stock verfing sich unter einer Wurzel und nun ist der untere Teil verbogen und gerissen!
  Seitdem laufe ich ohne Stöcke und ich muß leider zugeben, dass es viel besser geht: ich bin schneller, hab das Gefühl dass ich nicht so stark aufpassen muß und bei steilen Abschnitten kann ich meine Hände zu Hilfe nehmen und auch mein Gewicht besser verlagern. Ich hab fast schon ein schlechtes Gewissen gegenüber PADDY-O aber ich habe entschieden ohne Stöcke weiter zugehen. Bin anscheinend nicht dazu gemacht mit Wanderstoecken zu laufen. 
Der naechste Trail Angel begegnete mir in Dalton, Massachusetts, wo ich auch meinen erste Auszeit, einen sogenannten Zero (0 Meilen) eingelegt habe. Thomas Levardi, das ist sein Name, laesst Hiker fuer umsonst in seinem Garten zelten und da wir nur zu dritt waren, meinte er: "Heut nacht soll es regnen, ihr solltet besser drinnen schlafen!" So hatte ich fuer zwei Naechte ein richtiges Bett und keinen Dollar dafuer bezahlt. Er hat auch einmal Donuts und einmal Bagels zum Fruehstueck besorgt, uns zur Mall gefahren usw.. Der Typ war einfach klasse.
Auf der Veranda von Trail Angel Thomas Levardi, mit Eiscreme!. Von links: Meinewenigkeit 'Dropknife', 'Navigator', Thomas L., 'Flash'.
Und es gibt noch viel mehr solche Menschen. Erst heute wurde ich von Betsy aufgegabelt, grade auf dem Weg in die Stadt (Hanover, New Hampshire). Ich konnte bei ihr duschen, sie waescht meine Waesche und hat auch schon angeboten, dass ich morgen Slag Pack, das heisst sie faehrt mich zum Trail und holt mich abends wieder ab. Was genial ist da ich dann nur mit einem kleinen Tagesrucksack unterwegs bin! 
Es gibt auch 'kleinere' Tail Magic die aber auch immer wieder toll ist. Man glaubt gar nicht wie man sich zum Beispiel ueber eine Box mit 'Erste Hilfe' Sache freuen kann, im Speziellen Q-Tips! Ah, das war gut! Es gibt aber auch immer wieder Kuehlboxen (bis jetzt hatte ich glaube ich 4 oder 5) mit Snacks. Auch sehr gerne genommen, vorallem Aepfel oder aehnliches! 
Grade heute frueh, wurde ich zu einem Haus neben dem Trail gerufen (der Trail verlief heute morgen schon durch eine kleine Siedlung) - eine Dose Mountain Dew und ein warmer Cornbread Muffin spaeter bin ich gluecklich weiter gezogen.
Der Trail hat schon wirklich verschiedenste Seiten. Die letzten Tage habe ich so gut wie niemanden gesehen und es wirkte alles sehr abgeschieden und dann wird man so von kleinen Ueberaschungen und der 'Zivilisation' eingeholt. Aber super, das macht den Trail-Alltag so spannend!


Freitag, 8. Mai 2015

Bye, bye Rocksylvania!

Jetzt sind es schon etwas ueber drei Wochen und 300 Meilen die ich auf dem Appalachian Trail unterwegs bin und es ist doch immer wieder spannend und anders!
Am Sonntag (03.05.) habe ich endlich Rocksylvania (Pennsylvania) hinter mir gelassen und gestern bin ich sogar schon aus New Jersey wieder raus! 
Rocksylvania!
Ja, Rocksylvania war zwar nicht schwer von den Hoehenmetern, aber die Fuesse wurden durch den Balanceakt auf den vielen scharfkantigen Steinen ganz schoen strapaziert. Und nicht nur die Fuesse, die Nerven lagen auch ein paar mal blank, wenn man den ganzen Tag nach unten starrt um nicht auf Steine oder Schlangen zu treten und dann noch deshalb mit dem Kopf gegen einen quer ueber dem Weg haengenden Baum rennt... mann o mann!
Black Rat Snake - keine Angst ist Ungiftig!

Aber wenigstens entschaedigt die Natur einen mit einem Stachelschwein morgens um 5 oder vorgestern zwei Schwarzbaeren, die vor einem davongallopieren. Am Sonntag waren wir (also Mike und ich) in Delaware Water Gap - da konnten wir dann auftanken mit Fruechte-Pie und Chicken Wings! Und ja der Appetit steigt, man kann eigentlich fast immer essen und am liebsten alles und viel ;) Mike hat sich dann entschieden am Montag einen Zero einzulegen - also einen Tag mit 0 Meilen und ich bin alleine weiter. War auch die erste Nacht im Zelt, da die Shelter hier teilweise ziemlich weit auseinander liegen. Aber hab sehr gut geschlafen und auch brav mein Essen in den Baum gehaengt - Pinata fuer die Schwarzbaeren ;).
Erste Nacht allein und im Zelt. Etwa 16 Meilen noerdlich von Delaware Water Gap, NJ
Die Aussichten werden auch immer besser da hier im Gegensatz zum Sueden von Pennsylvania nicht so viele Farmen oder kleine Siedlung dicht an den Appalachen sind. Aber die Appalachen sind, wie man sieht hier immer noch ziemlich flach (300 - 700 Hoehenmeter).
Die Geier warten schon...


Leider mit Stromleitungen, aber trotzdem schoen...das belohnt doch fuers fruehe aufstehen (man ist automatisch wach wenn man schon gegen neun einschlaeft...) - 6 Uhr morgen.


Erstes 'Wildnis' Opfer - Eine Maus im Shelter fand mein Handtuch anscheinend sehr schmackhaft!
Wenn es dann doch mal regnet wird man entschaedigt mit unzaehligen orange leuchtenden Salamandern auf dem Weg. So viele dass man aufpassen muss nicht drauf zu treten!
Im Moment waere ich manchmal ganz dankbar fuer ein bisschen Regen, denn es ist so warm (>25 Grad im Schatten) dass ich die letzten zwei Tage ueber mittag immer 2 h Pause gemacht hab und dann eher bis spaet (so gegen sieben) weiter gegangen bin. Und ich muss mir heut UNBEDINGT ein Moskito-Netz fuer den Hut besorgen, denn die sogenannten May-Flies (wie kleine schwarze Muecken) und Muecken und Fliegen machen mich sonst noch WAHNSINNIG. Selbst mit Anti-Bug Spray (100 % DEET) finden sie meine Augen, Ohren und Nase immer noch wahnsinnig interessant, stechen aber wenigstens nicht.  




 Heute bin ich uebrigens in Greenwood Lake, NY um fuer ein paar Tage Essen nachzukaufen (und nicht zu vergessen das MoskitoNetz!!!) und mir natuerlich den Bauch vollzuschlagen (schon geschehen: 3-Eier-Omelett mit Bacon, Kaese, Paprika, 2 Toast und Bratkartoffeln). Mal sehen wie es die naechsten Tage weitergeht!
Achja ich habe jetzt auch einen Trailnamen verpasst bekommen - Dropknife: relativ einfache Geschichte - im bis jetzt einzigen Shelter (501 Shelter) mit Bretterboden, ist mir mein kleines Taschenmesser genau zwischen die Dielen gefallen - grosses Drama, aber mithife des Caretakers der gluecklicherweise gleich daneben wohnte, einem Metall-Kleiderbuegel und einem anderen Thru-hiker (jemand der versucht den ganzen AT zu wandern) 'Phase II' haben wir es wieder rausangeln koennen. Naja es gibt schoenere Namen - aber ich hab auch schon einen Wanderer mit dem wunderschoenen Namen 'Shitfoot' getroffen - dann lieber Dropknife!
Ich versuche mich in spaetestens zwei Wochen wieder bei Euch zu melden!
Gruesse in die Heimat!

Donnerstag, 23. April 2015

Die erste Woche.

Hallo ihr Daheimgebliebenen, hier der erste Trailbericht, 1 Woche und etwa 100 Meilen weiter im Norden. 
Die ersten fuenf Tage von Harpers Ferry aus war ich nicht allein: war zwar tagsueber meist allein auf dem Trail aber abends im Shelter habe ich immer wieder Mike und Jimmy getroffen (Das Foto ist noch in Harpers Ferry geschossen worden). Das war ein schoener Einstieg, Jimmy ist schon alles von Springer Mountain bis Harpers Ferry in Abschnitten gewandert und Mike ist etwas weiter suedlich vor etwa drei Wochen gestartet und moechte auch den ganzen AT wandern. Im Moment bin ich immer noch mit Mike unterwegs.
Wir sind immer um die etwa 11 Meilen von Shelter zu Shelter gewandert, hatten super Wetter, fast schon etwas zu warm mit ueber 20 Grad. Eine solche Nacht-Unterkunft sieht man im naechsten Selfie. Dazu gehoert meist auch ein Plumpsklo und ein Bearpol - also eine Metallstange an der man sein Essen hoch haengt damit's die Baeren schwerer haben ;) 


 Die Abschnitte des Trails waren bis jetzt eigentlich ganz gut, nicht so schwierig, eher nur wenig Hoehenmeter. Manchmal muss man aber 'Rollercoaster' (Achterbahn) fahren, das heisst es geht den ganzen Tag hoch und wieder runter und wieder hoch und... aber ab und zu wird man mit einer Aussicht belohnt.

Oder am Abend mit einem schoenen Sonnenuntergang am Shelter:

 Das Wetter hat bis jetzt ganz gut mitgemacht und wenn dann hat es Nachts geregnet (bis auf einmal gestern, da sind wir ne Stunde im Regen gegangen). Leider ist es heute und morgen etwas frostig, zwar um die 8 Grad aber eisiger Wind, daher heute mal Luxus im Hotel... 
Das letzte Bild zeigt uebrigens den Weg und nicht einen Bachlauf, das ist leider der Nachteil wenn es mehrere Tage hintereinander regnet (auch wenn es Nachts ist).
Theoretisch gibt es noch viel mehr zu berichten aber ich kann nicht den ganzen Tag vor diesem Mac (ach so schrecklich umstaendlich alles hier...) sitzen.
Ganz liebe Gruesse an euch und drueckt mir die Daumen dass es bald nicht mehr so eisig ist!

Mittwoch, 15. April 2015

Der letzte Tag vor dem Start.

Nach 12 Tagen in den US und A bin ich jetzt endlich am Trail. Zuerst bin ich von San Francisco nach L.A. mit dem Mietwagen, ich muss sagen ganz schoen volle Straende haben die hier (siehe links.) Danke nochmal an Basti, dass ich fuer 4 Tage in seiner Wohnung bleiben konnte und auch schon vorher mein Zelt und Rucksack dorthin schicken lassen konnte. Schade dass es mit unseren Zeitplaenen nicht so gut geklappt hat und wir uns eigentlich nur fuer einen Abend gesehen haben.
Aber jetzt bin ich ja endlich im Osten - in West Virginia.
Nach nochmals 5 h Flug und zwei Zuegen bin ich endlich in Harpers Ferry angelangt - der Ort des Appalachian Trail Conservancy Centers und in etwa die Mitte des Trails. So ne Kleinstadt ist schon was anderes als San Francisco und Los Angeles: 
Heute habe ich nochmal einen Tag Zeit mich bisschen vom Reisestress zu erholen. Gepackt ist alles; morgen frueh, nach dem Waffelfruehstueck (ist im Hostelpreis inbegriffen) geht's dann endlich los!
Wer mich kennt weiss, dass ich immer Angst habe zu verhungern. Das naechste Bild ist ein weiterer Beweis dafuer ;) Das sind 16400 kcal fuer 4 - 4.5 Tage (etwa 4000 pro Tag), + 2000 kcal Olivenoel und einmal 360 kcal Ramen als Notration... (kann mir noch nicht vorstellen, dass ich das auch wirklich alles esse aber angeblich braucht man ja soviel.)
Morgens Haferflocken, Mittags Tortilla mit Streichkaese und Thunfisch (bin gespannt) und Abends verschiedene Fertiggerichte: Nudeln, Kartoffelpueree, Reis. Und ganz viel fuer zwischendurch: 8 Power-Riegel, Beef Jerky und Nuesschen!

Naja wir werden sehen. 
Dann war ich heut auch beim Appalachian Trail Conservancy und wurde fotografiert, nun ist es also offiziell ich bin dieses Jahr der 28. Thru-hiker der einen Flip-Flop oder eine andere Alternative versucht.
Mein Plan fuer die naechsten vier Tage wird es sein es etwas langsam angehen zu lassen, aber gedacht hatte ich an die 10 Meilen pro Tag, das sollte machbar sein.
Vielleicht schaffe ich es noch morgen in der frueh ein 'Alles Startklar' Foto von mir hochzuladen...
Endlich kann es losgehen! Bis bald ihr Lieben!